INKLUSIVES SKITOURENWOCHENENDE SCHWARENBACH
JANUAR 2026 – SAC INTERLAKEN
zwei Impressionen
Zum Glück habe ich nicht abgesagt!
Nachdem ich mich spontan zum Skitouren Wochenende angemeldet hatte, begangen mich kurz davor sorgenvolle Gedanken zu plagen:
- Würde ich am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein?
- Werde ich für die andern eine zu grosse Belastung? Wie würden die anderen reagieren, wenn ich mich mal wieder unbeholfen und kompliziert anstelle?
-Käme ich mit dem Skitouren Material zurecht?
Kurz um, am liebsten hätte ich abgesagt!
Als ich erfuhr, dass Barbara dieselbe Anfahrt hatte, traute ich mir die Reise zu.
Die Begegnung mit der Gruppe war herzlich, unkompliziert und motivierend.
Bei meinen psychomotorischen Problemen hatte ich viele helfende Hände, vor allem im Umgang mit den Skitourenbindungen und dem Montieren der Felle. Von Johannes bekam ich hilfreiche Tipps beim Aufstieg und bei der Abfahrt.
Schlussendlich war alles so viel entspannter und einfacher – ich habe die Bergwelt und das Tourengehen genossen.
Mich selbst überwunden zu haben, wurde mit neuen Erfahrungen und tollen Begegnungen belohnt.
Danke an alle!
Thomas
… und nur darum ist das gemeinsame Unterwegs sein möglich, weil sich jede und jeder einzelne
traut, auf eine inklusive Skitour mitzukommen, sich einzulassen auf Begegnungen mit den
weiteren Tourengeher*innen und um gemeinsam das Unterwegssein in den Bergen zu erleben.
Das Skitourenwochenende wurde von der SAC Sektion Interlaken organisiert, übernachtet
wurde im Berghotel Schwarenbach.
Wir tre\en uns als Gruppe bei der Sunnbüelbahn. Hier ist
sowohl eine Vorfreude, wie auch eine gewisse Unsicherheit
spürbar, passe ich dazu, werde ich «gut genug» sein, was
erwartet mich an diesem Wochenende genau? Als
Tourenleiterin, ho\e ich, dass sich diese so menschlichen
Bedenken, mit dem gemeinsamen Unterwegssein bald legen,
und der Sicherheit weichen, dass es jede*r genau richtig ist,
um auf diesem Skitourenwochenende mit dabei zu sein. Dass
spürbar wird, dass es hier nicht um möglichst viele
Höhenmeter geht, sondern um überhaupt in der Bergwelt
unterwegs zu sein. Nach einer kurzen Abfahrt montieren wir
die Skitourenfelle und Johannes, der Bergführer führt uns über
gemächliche Hänge und verschneiten Wald hinauf in die
ruhige Bergwelt. Gespräche entstehen, technische Inputs
werden weitergegeben und so erreichen wir bald den Fuss des
Tatelishorn. Im Wissen, dass uns dann nochmal ein Aufstieg
zum Berghotel wartet, ist für ein Teil der Gruppe hier der
geeignete Punkt, um die Abfahrt anzugehen, der andere Teil
entscheidet sich, noch bis zur nächsten Schulter
hochzusteigen. Dieser Plan geht wunderbar auf, denn zum
Schluss landen wir nach einer
schönen Abfahrt fast gleichzeitig
auf dem Winterwanderweg, welcher uns das letzte Stück hoch zum
Schwarenbach führt. So erreichen wir gemeinsam unsere
Unterkunft, inmitten von vielen schönen Berggipfeln. Wir stärken uns
bei Ka\ee und Kuchen, später beim Znacht und lernen uns alle ein
bisschen besser kennen. Die Gespräche drehen sich nicht alleine
um vergangene und zukünftige Gipfelziele, nein man möchte eher
mehr über das Leben der einzelnen Teilnehmenden erfahren, über
ihre Motivation und Lust, auf das Skitüürelen überhaupt. Es
entstehen Verbindungen, welche berühren.
Nach einer etwas windigen Nacht, welche bei der einen oder
anderen Person wieder leise Unsicherheiten hervorgebracht hatte,
starten wir gemütlich sprechend, nebeneinander auf dem noch
breiten Winterwanderweg. Bis wir ins Gelände abzweigen, sind die
persönlichen Zweifel bereits wieder verflogen, harmonisch und wenn
nötig sich gegenseitig unterstützend, steigt die Gruppe höher und
höher, bis zum Punkt, an dem der Blick freigegeben wird auf die
Walliser Berge und das Panorama uns einfach nur strahlen lässt.
Gratulationen und die Freude über den gemeinsam gescha\ten Aufstieg prägen den Gipfelrast,
bevor es dann über die schönen Hänge wieder hinunter geht. Wo hilfreich werden für die Abfahrt
Tandems gebildet, manch einem hilft eine vorausgefahrene Spur, andere mögen es, ihre ganz
eigene Spur in den Schnee zu ziehen. Noch kurz werden wieder alle Sachen eingepackt, welche
beim Schwarenbach deponiert werden konnten, eine letzte Abfahrt und kurzer Wiederaufstieg
und wir sind nach zwei erlebnisreichen Tagen zurück bei der Sunnbüelbahn. Manche geniessen
hier noch ein Ka\ee und die anderen treten direkt die Heimfahrt an. Danke allen für das MitDabei- Sein!
Nicole
